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WinBus

mobil4you: Baustein MedeBus und WinBus

 

Durch das Projekt mobil4you konnten ab Januar 2013 in Medebach mit dem dem MedeBus und in Winterberg mit dem WinBus zusätzliche Angebote geschaffen werden. Ziel des modellhaften Probebetriebs war es, in beiden Städten vor allem Wohngebiete neu zu erschließen und mit den Ortszentren zu verbinden. Angesprochen wurden insbesondere ältere Menschen. Die neuen Busverbindungen erleichterten ihnen den Einkauf im Supermarkt, den Besuch beim Arzt oder den Bummel durch die Innenstadt. In Winterberg war das Angebot auch für Feriengäste interessant. Der Ferienpark Landal sowie der Hapimag-Komplex lagen direkt an einer der neuen Linien.

 

In beiden Städten fuhren MedeBus und WinBus jeweils dreimal wöchentlich am Vormittag und am Nachmittag.

 

Zum Einsatz kam ein kleiner, wendiger Bus, mit Platz für acht Passagiere. Zu seinen Ausstattungsmerkmalen gehörten eine digitale Fahrtzielanzeige, eine Haltestellenanzeige innen und eine automatische Außenschwingtür.

 

MedeBus

Für den MedeBus endete die Testphase im Dezember 2015. In einer sehr kompakten Gemeinde wie Medbach mit eher flacher Topographie wurde das Angebot nur schwach nachgefragt.

 

WinBus

Die Fahrgastzahlen des WinBus in Winterberg waren insgesamt zufriedenstellend. Nach dem Probebetrieb konnte er, im Dezember 2016, daher in ein dauerhaftes Angebot im Rahmen eines BürgerBus-Konzeptes überführt werden.


Elektrisch mobil

Das Besondere am MedeBus/WinBus war auch das Fahrzeug. Erstmals in der Region wurde ein rein elektrisch angetriebener Kleinbus im Linienverkehr eingesetzt.  Das zusätzliche Angebot erzeugte somit keinerlei Emissionen und war daher extrem klimafreundlich. 

 

Mangels Verfügbarkeit eines Serienmodells mit Elektro-Antrieb beschaffte die RLG einen Mercedes-Benz des Typs Sprinter und ließ den eingebauten Verbrennungsmotor von der Firma German-E-Cars durch einen 85-kW-Asynchron-Elektromotor ersetzen. Die Stromversorgung lieferten Lithium-Ionen-Akkus, die mit Strom aus erneuerbaren Energien geladen wurden. Zusätzlich wurde die beim Bremsen gewonnene Energie in die Batterien zurückgespeist. So schaffte das Fahrzeug eine Reichweite von rund 100 Kilometern.

 

Deutschlandweit sorgte das Projekt für großes Interesse. Viele Besuchergruppen informierten sich direkt vor Ort über die Innovation. 

 

Ausstattungsmerkmale des Elekro-Kleinbusses:

  • Lithium-Ionen-Batterie
  • Rückgewinnung von Bremsenergie
  • Verbrauch: 35,5 kWh pro 100 km
  • Reichweite: ca. 100 km
  • Ladezeit: ca. 3 Stunden an 440 V